Verbreitung

Igel in der Schweiz

Als einzige natürlich vorkommende Igelart lebt der Braunbrustigel in weiten Teilen unseres Landes. Er bewohnt das gesamte Mittelland und die Voralpen bis auf eine Höhe von etwa 1000 Meter ü.M.
Bis 1200 Meter ü.M. (in Einzelfällen sogar in noch höheren Lagen) ist ein Igelvorkommen möglich, aber auf Gegenden beschränkt, in denen menschliche Siedlungen zu finden sind.
Die Karte Igelbeobachtungen in der Schweiz (JPG 130KB) zeigt, wo in der Schweiz schon Igel beobachtet und auch dem Schweizer Zentrum für die Kartografie der Fauna gemeldet wurden.

Sofern die Strukturen, die der Igel in seinem Lebensraum benötigt, vorhanden sind, gibt es auch in grösseren Ortschaften und Städten durchaus beachtliche Igelpopulationen. Das Igelvorkommen in einer grösseren Schweizer Stadt wird untenstehend anhand des Beispiels von Zürich aufgezeigt.

Igel in der Stadt Zürich

Wo wurden 1992 in Zürich Igel beobachtet, woher kommen die Igelpatienten (1998-2005) des Igelzentrums Zürich? Die Fachstelle Naturschutz von Grün Stadt Zürich hat in Zusammenarbeit mit dem Igelzentrum Zürich eine Untersuchung zum Igelvorkommen in der Stadt Zürich durchgeführt und die erhaltenen Resultate in einer Übersichtskarte dargestellt:

Übersicht Igel in der Stadt Zürich; Link zum PDF

  • Karte Igel in Zürich (PDF 910 KB)
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  • In den Stadtrandquartieren mit hohem Grünanteil leben zahlreiche Igel, in den stark versiegelten Innenstadtquartieren fehlen Igel fast vollständig.
  • Wildtierbiologin Sandra Gloor, Co-Projektleiterin der Untersuchung von 1992: «Der Vergleich zwischen den Igelbeobachtungen von 1992 und den Angaben des Igelzentrums aus jüngerer Zeit zeigt eindrücklich, dass sich die Situation der Igel in der Stadt Zürich in den letzten 15 Jahren nicht grundlegend verändert hat. In Zürich lebt nach wie vor eine grosse Igelpopulation, die hier geeignete Lebensbedingungen vorfindet.»

Eine weiterführende Interpretation der erhaltenen Resultate finden Sie in der Zeitschrift Igel&Umwelt 2007/1 (PDF 1 MB) auf Seite 3.

 

Igel im Kanton Glarus

Über 100 Glarnerinnen und Glarner folgten dem Zeitungsaufruf im Juni 2009 und meldeten dem Naturzentrum Glarnerland insgesamt 153 Begegnungen und Erlebnisse mit Igeln. Die früheste Beobachtung im 2009 ist datiert vom 13. April, die späteste vom 20. November. Vorher und nachher haben sich die stachligen Gesellen gut versteckt, denn von November bis März halten sie ihren Winterschlaf.

Stadtglarner Igel am häufigsten beobachtet
Die erfreulich hohe Anzahl Beobachtungen zeigt, dass der Igel bei uns noch regelmässig angetroffen werden kann. Er ist sowohl im Gross- und Kleintal heimisch und kommt von Glarus Nord bis Süd vor. Aus Glarus Nord stammen 60, aus Glarus und Glarus Süd 45 bzw. 47 Meldungen. Am häufigsten wurden Igel in der Umgebung der Stadt Glarus gesichtet, nämlich immerhin 35 mal. Der Grund hierfür ist wahrscheinlich ein simpler: Glarus hat am meisten Einwohner und damit auch Beobachter. Leider wurden ab und zu auch überfahrene Tiere gemeldet. Der Strassenverkehr ist für die Igel eine der häufigsten Todesursachen. Dagegen kann man als Autofahrer aber etwas tun: bei Dämmerung und nachts vorsichtig und aufmerksam fahren.

Oberhalb von 800 m.ü.M. wurde der stachlige Vierbeiner selten entdeckt. Dies zeigt, dass er vor allem in Nähe der Dörfer lebt. So konnten denn auch viele der Glarner Igel in Gärten beobachtet werden, sei es auf Nahrungssuche, in einen Kampf verwickelt oder auf Erkundungstour.

Text: Barbara Zweifel-Schielly, Naturzentrum Glarnerland, 17.12.2009

 

Links zum Thema Verbreitung

Igel - Wildtiere in der Stadt
Grundlagen zur Föderung der Igel in Zürich

Zürich, 1993.
PDF, 14 MB, 68 Seiten
www.stadt-zuerich.ch/content/dam/stzh/ted/Deutsch/gsz/Natuerliche%20Vielfalt/Publikationen%20und%20Broschueren/Tiere/igel/igel_wildtiere_in_der_stadt.pdf

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