Auswilderung

Einleitung

Dauer der Auswilderung

Freigehegetypen

Anforderungen an ein Freigehege

Checkliste für Auswilderung

Links zum Thema Auswilderung


 

Einleitung

In speziellen Situationen braucht es ein Freigehege, um Igel an das Leben in der freien Natur oder an einen neuen Lebensraum zu gewöhnen. Dies trifft zu für

  • handaufgezogene Jungigel,

  • Jungigel, die im Spätherbst zu wenig Gewicht haben, aufgefüttert und dann kontrolliert überwintert werden müssen,

  • erwachsene Igel, die nicht mehr in ihrem urprünglichen Lebensraum ausgesetzt werden können.


Dauer der Auswilderung

Der Igel wird während 1-2 Wochen im geschlossenen Gehege gehalten und gefüttert. Anschliessend öffnet man das Gehege, stellt aber für weitere 2 Wochen Futter zur Verfügung. So kann der Igel im Notfall auf eine sichere Futterquelle zurückgreifen. Danach darf kein Futter mehr angeboten werden, der Igel soll ja selbständig werden. Normalerweise dauert das Auswildern 3-4 Wochen. Bei einer Überwinterung im Gehege verlängert sich dieser Vorgang um die Zeit des Winterschlafes.


Freigehegetypen

Freigehege mobilEin Freigehege zum Auswildern steht also meistens nicht sehr lange im Garten. Deshalb empfehlen wir das Aufstellen eines mobilen Geheges. Das Igelzentrum verleiht eine begrenzte Anzahl Gehege, welche einfach aufzustellen sind: Der Maschendrahtzaun wird mit Zeltheringen im Boden verankert, das Klebband als oberer Abschluss verhindert ein Überklettern.
Die Pfosten sollten ausserhalb des Geheges aufgestellt werden, um ein Überklettern mit Hilfe des Pfostens zu vermeiden.

Freigehege fix

Fest montierte Freigehege sind stabiler, haben aber den Nachteil, dass sie dauernd einen Teil des Gartens besetzen, aber nur für kurze Zeit ihre eigentliche Funktion einnehmen.
Zudem ist es auch aus hygienischer Sicht nicht ideal, wenn mehrmals hintereinander Igel auf dem selben Stück Boden für einige Zeit eingesperrt sind.

 

 

Anforderungen an ein Freigehege

Lage: Ein ebenes Stück Erde erleichtert das Aufstellen des Geheges.

Grösse: Mind. 4 m2 pro Igel (besser 10 m2)

Höhe: Mind. 50 cm

Material: Maschendrahtzaun (ideale Maschenweiten: z.B. 18x18 mm; Stücke à 50 cm x 500 cm bei Coop, Migros, Jumbo erhältlich ) oder Schalungsbretter

Abschluss: Verankerung im Boden mit Zelt-Heringen verhindert ein Entkommen zwischen Zaun und Boden. Den oberen Rand des Drahtzaunes mit 15 cm Klebband oder Brett abschliessen, damit Igel nicht rüberklettern kann.

Schlaf- und Futterhaus: Nicht zu nahe am Gehegezaun aufstellen, sonst dient es dem Igel als Trittstein in die Freiheit.

Am besten eignet sich ein Schlafhaus aus Holz mit Dach, in dem der Igel vor Regen geschützt ist. Das Igelhaus sollte ein Schlupfloch von 10x10cm aufweisen. Als Nestmaterial dient Stroh. Bei einer Überwinterung muss die Schlafkiste unbedingt vor Sonneneinstrahlung geschützt sein, um ein frühzeitiges Aufwachen aus dem Winterschlaf zu verhindern. Die Nordseite des Hauses oder eine künstliche Beschattung der Schlafkiste eignen sich dazu.
Das Futterhaus soll andere Tiere daran hindern, dem Igel das Futter wegzufressen.

Für halbwegs begabte Heimwerker stellt der Bau eines Freigeheges kein Problem dar.

 

Checkliste für Auswilderung

Die Checkliste für Auswilderung (PDF 800 KB) fasst die wichtigen Punkte für eine Auswilderung nochmals zusammen.

 

Links zum Thema Auswilderung

Welcher Garten eignet sich für eine Auswilderung?
Siehe Häufige Fragen

Kann ein Igel kurz vor dem Wintereinbruch oder während des Winters wieder in die Freiheit entlassen werden?
Siehe Häufige Fragen

Link zum Thema Auswilderung

Wiederfunde freigelassener Igelfpfleglinge:
www.pro-igel.de/igel_gefunden/auswildern.html#wieder


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